Zu Produktinformationen springen
1 von 2

Tsuba - EDO (höchstwahrscheinlich Yasuchika) „Fuchi Kashira 1“

Tsuba - EDO (höchstwahrscheinlich Yasuchika) „Fuchi Kashira 1“

Normaler Preis €350,00 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €350,00 EUR
Sale Ausverkauft
Inkl. Steuern. Versand wird beim Checkout berechnet

Dieses Fuchi-Kashira-Paar aus der Edo-Zeit wurde aus Sentoku mit Shakudō- und Golddetails gefertigt, was die raffinierte Ästhetik der gemischten Metalle widerspiegelt, die mit der Nara-Tradition und meiner Meinung nach am plausibelsten der Yasuchika-Linie verbunden ist. Die Dekoration ist durch das durchgehende Motiv der Kürbisranken (Hyōtan) vereint, die mit souveräner Reliefmodellierung und einem eleganten Rhythmusgefühl dargestellt sind.

Der warme, goldene Farbton des Sentoku-Grundes kontrastiert harmonisch mit den tief blau-schwarzen Shakudō-Blättern und den hellgoldenen Kürbissen. Die Schnitzerei ist lebendig und naturalistisch: Sich kräuselnde Ranken fließen in einer gemessenen, kalligraphischen Bewegung über die Oberflächen, während Blattadern und Übergänge mit subtilen, kontrollierten Linien statt übermäßiger Details angedeutet sind. Die Modellierung bleibt klar und dreidimensional, was den Beschlägen eine starke Präsenz verleiht, ohne schwer zu wirken.

In der japanischen Bildkultur ist der Kürbis ein glückverheißendes Symbol, das mit Fülle, Glück, Langlebigkeit und Schutz assoziiert wird. Seine Verbindungen zu reisenden Mönchen und daoistischen Bildern fügen Konnotationen von spiritueller Widerstandsfähigkeit und der Eindämmung schützender Kräfte hinzu. Die sich ständig verzweigende Ranke verstärkt diese Botschaft durch ihr Gefühl von Vitalität und nachhaltigem Wachstum – ein besonders passendes Thema für Schwertbeschläge.

Aus Kantei-Perspektive entsprechen die Verwendung von Sentoku, die sorgfältig gereifte Oberfläche, die asymmetrische Anordnung der Motive und die ausdrucksstarke Handhabung der Mischmetallakzente gut dem stilistischen Vokabular der Nara-Arbeiten des mittleren bis späten Edo, insbesondere von Yasuchika beeinflussten Stücken. Die Reliefmodellierung ist selbstbewusst, und das Gleichgewicht zwischen Ornament und offenem Grund wird mit Zurückhaltung gehandhabt – Merkmale, die oft den Nara/Yasuchika-Geschmack der Hauptlinie von provinzielleren Ablegern unterscheiden. Im Vergleich dazu zeigen Shōnai-Arbeiten, die von Nara-Traditionen abgeleitet sind, tendenziell eine flachere Modellierung und eine rustikalere Vereinfachung der Pflanzenmotive; die hier gezeigte Raffinesse und Ausgewogenheit stimmen stärker mit der Yasuchika-Tradition überein.

Insgesamt stellt dieses Fuchi-Kashira-Paar ein raffiniertes Beispiel für die Metallarbeiten der Nara-Zeit aus der Edo-Periode dar, das sich auf ein kraftvolles und glückverheißendes Hyōtan-Ranken-Thema konzentriert und mit der eleganten technischen Sicherheit ausgeführt wurde, die für die Yasuchika-Schule charakteristisch ist.

Antik. Edo. Original aus Japan. 

Vollständige Details anzeigen