Kozuka Nara (höchstwahrscheinlich Yasuchika)
Kozuka Nara (höchstwahrscheinlich Yasuchika)
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Diese Kozuka aus der Edo-Zeit wurde aus Sentoku mit Details aus Shakudō und Gold gefertigt, was die raffinierte Ästhetik des Metallmixes der Nara-Tradition widerspiegelt und meiner Meinung nach am plausibelsten der Linie von Yasuchika zuzuordnen ist. Die Dekoration ist durch das durchgehende Motiv der Kürbisranken (Hyōtan) vereint, die mit souveräner Reliefmodellierung und einem eleganten Rhythmusgefühl dargestellt sind.
Der warme, goldene Ton des Sentoku-Grundes kontrastiert harmonisch mit den tief blau-schwarzen Shakudō-Blättern und den hellgoldenen Kürbissen. Die Schnitzerei ist lebendig und naturalistisch: sich windende Ranken fließen in einer gemessenen, kalligraphischen Bewegung über die Oberflächen, während Blattadern und Übergänge mit subtilen, kontrollierten Linien statt mit übermäßigen Details angedeutet werden. Die Modellierung bleibt klar und dreidimensional, was den Beschlägen eine starke Präsenz verleiht, ohne schwer zu wirken.
In der japanischen visuellen Kultur ist der Kürbis ein glückverheißendes Symbol, das mit Fülle, Glück, Langlebigkeit und Schutz assoziiert wird. Seine Verbindungen zu reisenden Mönchen und daoistischer Bildsprache verleihen ihm Konnotationen von spiritueller Widerstandsfähigkeit und der Eindämmung schützender Kräfte. Die sich kontinuierlich verzweigende Ranke verstärkt diese Botschaft durch ihr Gefühl von Vitalität und nachhaltigem Wachstum – ein besonders passendes Thema für Schwertbeschläge.
Aus kantei-Sicht korrespondieren die Verwendung von Sentoku, die sorgfältig gereifte Oberfläche, die asymmetrische Anordnung der Motive und die ausdrucksstarke Handhabung der Metallmix-Akzente gut mit dem stilistischen Vokabular der mittleren bis späten Edo-Nara-Arbeit, insbesondere von Yasuchika beeinflussten Stücken. Die Reliefmodellierung ist souverän, und das Gleichgewicht zwischen Ornament und offenem Grund ist mit Zurückhaltung gehandhabt – Merkmale, die oft den Hauptlinien-Nara/Yasuchika-Geschmack von provinziellen Abzweigungen unterscheiden. Im Vergleich dazu zeigt die Shōnai-Arbeit, die von Nara-Traditionen abgeleitet ist, tendenziell flachere Modellierungen und eine rustikalere Vereinfachung der Pflanzenmotive; die hier gezeigte Raffinesse und Ausgewogenheit stimmen stärker mit der Yasuchika-Tradition überein.
Insgesamt stellt dieses Fuchi-Kashira-Paar ein raffiniertes Beispiel für Nara-Metallarbeiten der Edo-Zeit dar, das sich auf ein kraftvolles und glückverheißendes Hyōtan-Ranken-Thema konzentriert und mit der eleganten technischen Sicherheit der Yasuchika-Schule ausgeführt wurde.
Dimension
mm x mm x mm (Seppa) - mm (Mimi), g
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